SG Sandbach bastelt am Kader für neue Saison

Der designierte A-Liga-Meister freut sich über Rückkehrer Mehmet Yildirim +++
Trainer Sebastian Saufhaus will sich sportlich und strukturell weiterentwickeln

 

Die SG Sandbach steht mit Trainer Sebastian Saufhaus kurz vor dem Wiederaufstieg in die Kreisoberliga. – Foto: Joaquim Ferreira (Archiv)

Auf dem Platz läuft es für die SG Sandbach zurzeit mehr als nur gut. Mit Abstand erster in der A-Liga Odenwald und zudem noch der Einzug in das Kreispokalfinale, nach dem sie gegen Kreisoberligist SV Lützel-Wiebelsbach mit 3:2 gewannen. Neben dem Platz laufen zudem auch schon die Vorbereitungen für kommende Saison, sich personell zu verbessern. So hat man sich schon mit Rückkehrer Mehmet Yildirim verstärkt, der im Pokalhalbfinale das erste Mal zum Einsatz kam und zuvor bei Hummetroth spielte. Für die neue Saison konnten die Sandbacher sich zudem die Dienste von zwei Torhütern sichern.

SG Sandbach: Sportlicher Erfolg und strukturelle Entwicklung

Dieser dürfte die Meisterschaft und damit der direkte Wiederaufstieg in die Kreisoberliga kaum noch zu nehmen sein. Die SGS steht bei noch sechs ausstehenden Spielen mit 13 Punkten Vorsprung auf die Reserve des SV Hummetroth auf Platz eins – mit einem beachtlichen Torverhältnis von 94 Toren und gerade einmal elf Gegentoren. Und ihr gelang mit dem 3:2-Sieg im Kreispokalhalbfinale gegen den Vierten der Kreisoberliga, SV Lützel-Wiebelsbach, „ein echtes Ausrufezeichen“, so Saufhaus. Seine Elf trifft somit im Finale auf den Hessenligisten SV Hummetroth.

„Individuell waren wir schon vorher stark, aber jetzt haben wir auch die Gewissheit, dass wir auf Kreisoberliga-Niveau bestehen könnten“, bewertet Saufhaus. Im anschließenden Ligaspiel am vergangenen Wochenende hätten seine Spieler dann auch den „Charaktertest“ beim 2:0 gegen den Tabellendritten VfL Michelstadt mit einer dominanten Vorstellung bestanden.

Parallel zum sportlichen Höhenflug treibt die SG Sandbach die strukturelle Entwicklung voran. „Wir bekommen jetzt einen Athletikraum inklusive Physioraum“, erklärt der Trainer. Ziel sei es, den Spielern einen Rückzugsort zu bieten und sich so professionell wie möglich aufzustellen. „Unsere Anlage ist top: zwei Plätze, Sporthalle, Schwimmbad, bald der Athletikraum – alles fußläufig. Diese Infrastruktur gibt es im Odenwaldkreis ansonsten kaum.

SG Sandbach mit vielversprechenden Personalplanungen

Auch personell schreiten die Planungen für die kommende Saison voran: Mit Hami Gündüz (SG Kleinheubach) und Orkun Hazneci (Viktoria Aschaffenburg U19) verpflichteten die Sandbacher zwei Torhüter. Als dritten „Neuzugang“ bezeichnet Saufhaus den Rückkehrer Mehmet Yildirim, der im Pokalspiel gegen Lützel-Wiebelsbach erstmals in dieser Saison zum Einsatz kam. Yildirim hatte einst in der Sandbacher Jugend gespielt und war bereits vor zehn Jahren in der Gruppenliga für die SG am Ball. Anschließend sammelte er Erfahrungen in der Verbandsliga bei Viktoria Urberach, dem SV Münster und dem SV Hummetroth.

Generell soll ein zentrales Element des Sandbacher Weges sein, Jugendspieler in den Kader zu integrieren. Als Beispiele nennt Saufhaus die 16-jährigen Luis Bauder und Diego Sallein, die bereits mit den Senioren trainieren. Der Trainer ergänzt: „Es gibt bestimmt zehn Sandbacher Spieler, die aktuell woanders spielen, aber hier ausgebildet wurden. Ziel ist es, Sandbach wieder so attraktiv zu machen, dass diese Jungs gerne zurückkommen.“ Aber auch ansonsten plane er, seine Mannschaft noch punktuell zu verstärken. Gleichzeitig liefen die Gespräche mit dem aktuellen Kader positiv. „Wir gehen ganz schwer davon aus, dass keiner der Führungsspieler den Verein verlässt“, betont der Trainer. Dazu gehöre auch Deniz Babayigit, der sich einen Verbleib laut Saufhaus „sehr gut vorstellen kann“.

Trotz der positiven Entwicklung bleibt Saufhaus mit einem Ausblick vorsichtig. „Wir haben eine sehr junge Mannschaft mit vier, fünf Stammspielern unter 20 Jahren. Deswegen bin ich weit davon entfernt, etwas zu sagen, was die Mannschaft unter Druck setzt.“ Klar ist jedoch: Die SG Sandbach dürfte für die Kreisoberliga gewappnet sein – sportlich wie strukturell. (Der Pressebericht wurde vom Odenwälder Echo / FuPa vom 22.4.26 übernommen, Autor Lutz Reubold)