Starke SG Sandbach hält im Kreispokalendspiel gegen den Hessenligisten gut mit

P O K A L E N D S P I E L um den Schmucker–Kreispokal am 13.5.26

 

SV Hummetroth holt gegen starke SG Sandbach den Kreispokal

Im Odenwälder Kreispokalfinale setzte sich Victor Vinicius Silva de Oliveira (SV Hummetroth) gegen Mehmet Yildirim (SG Sandbach) mit 4:2 durch. Fotos: Joaquim Ferreira 

Der SV Hummetroth sichert sich den vierten Odenwälder Kreispokalsieg in Serie. A-Liga-Meister SG Sandbach hält gegen den Hessenligisten lange mit. Das macht den Unterschied.

Die große Überraschung ist in Brensbach im Odenwälder Kreispokalfinale ausgeblieben. Der Favorit SV Hummetroth sicherte sich mit einem 4:2 (2:1) gegen die SG Sandbach in Brensbach den vierten Titel in Folge. Dafür musste der Odenwälder Hessenligist gegen den bereits feststehenden A-Liga-Meister allerdings alles in die Waagschale werfen, denn Sandbach hielt mit einer beherzten Leistung lange mit.

SGS-Trainer Sebastian Saufhaus hatte vor dem Spiel angekündigt, dass sich seine Mannschaft keinesfalls verstecken wolle. Und seine Spieler setzten diese Devise um.

SV Hummetroth dreht Führung der SG Sandbach

Hummetroth kam zu Beginn zwar zu einigen Torchancen, doch Sandbach ging durch Sebastian Chiriac (24.), der in der vergangenen Saison noch bei der Hummetröther Reserve im Einsatz war, sogar 1:0 in Führung. Zubayr Amiri (28.) und Danny Klein (35.) korrigierten den Spielstand und brachten den SVH mit einem Doppelschlag vor der Halbzeit mit 2:1 in Führung.

Doch die Sandbacher steckten nicht auf und kamen zurück: Tim Schadt (56.) sorgte für den Ausgleich zum 2:2. Altin Vrella (70.) brachte mit dem 3:2 den Hessenligisten dann auf die Siegerstraße. Bei Sandbach ließen die Kräfte nach, doch die Saufhaus-Elf versuchte noch einmal alles, kam allerdings nicht mehr zum Ausgleich. Hummetroths Toptorjäger Giuseppe Signorelli (89.) machte mit seinem Treffer zum 4:2 schließlich den Deckel drauf.

Hummetroth gegen Sandbach: Beide Trainer zufrieden

Saufhaus zog nach der Niederlage ein positives Fazit: „Hinten raus war es enger, als viele erwartet hatten.“ Sein Team habe über weite Strecken ein sehr offenes Spiel gestaltet und sei durch das 1:0 verdient in Führung gegangen. Zwei „sehr einfache Gegentore“ vor der Halbzeit, die sein Team besser hätte verteidigen müssen, sorgten für den Rückstand. „Hier haben wir Lehrgeld bezahlt“, fasste der Trainer zusammen.

Nach taktischen Anpassungen kämpfte sich die SG eindrucksvoll zurück, erzielte den Ausgleich zum 2:2 und sei dann auf Augenhöhe geblieben. „In dieser Phase hätten wir sogar auf 3:2 stellen können“, sagte Saufhaus. Stattdessen fiel nach einem Standard per Kopf der Gegentreffer. „Das war schwer zu verteidigen. Bei der Qualität, die Hummetroth auf dem Platz hat, ist das auch nicht immer möglich“, merkte der Trainer an. Verletzungsbedingte Umstellungen hätten die Schlussphase zusätzlich erschwert. Sandbach kassierte bei erhöhtem Risiko noch den Konter zum Endstand.

Trotz der 2:4-Niederlage zeigte sich Saufhaus stolz: „Die Mannschaft hat einem klassenhöheren Gegner über lange Zeit Paroli geboten und zahlreiche gute Chancen herausgespielt. Wir haben gesehen, dass wir auf einem Level mithalten können, das uns so nicht bewusst war.“

Der Trainer würdigte auch den verdienten Sieger aus Hummetroth und hob die „faire, harmonische Atmosphäre des Finals“ hervor, das auf einem „sehr guten Niveau“ stattgefunden habe. Es sei ein starker Auftritt gewesen, aus dem sein Team viel für die kommende Saison in der Kreisoberliga mitnehmen könne.

Nach dem 2:2 waren wir richtig wach, haben Charakter gezeigt und das Spiel sauber auch mit unserer individuellen Klasse zu Ende gebracht.

Tino Lagator, Trainer SV Hummetroth

 

SVH-Trainer Tino Lagator analysierte nach dem Spiel: „Wir sind gut reingekommen, aber haben unsere Chancen nicht genutzt. Nach dem 2:2 waren wir richtig wach, haben Charakter gezeigt und das Spiel sauber auch mit unserer individuellen Klasse zu Ende gebracht.“ Für seine Ex-Mannschaft – Lagator war bis zum Winter noch bei der SG Sandbach als Trainer tätig gewesen, ehe er als Co-Trainer zum SV Hummetroth ging und im April als Cheftrainer übernahm – hatte er Lob übrig. „Sandbach hat es gut gemacht und war stabil. Bis zur 70. Minute war es ein spannendes Pokalfinale“, betonte Lagator. Allerdings habe seine Mannschaft zu viele Chancen ausgelassen und – ohne den Gegner abzuwerten – sei es für seine Spieler in der aktuellen Situation in der Hessenliga schwer gewesen, den Fokus auf einen unterklassigen Gegner zu richten. (Der Pressebericht wurde vom Odenwälder Echo / FuPa vom 15.5.26 übernommen, Autor Lutz Reubold)