Der kurze, aber heftige Regen hatte am Morgen des 31.05.2026 natürlich einige Weinlagenwanderer von der Teilnahme an der geplanten Tour abgehalten. Aber bei der Abfahrt des Buses waren 18 Personen mit dabei. Später trafen wir dann doch noch einige Kolleginnen und Kollegen, die erst einmal die weitere Entwicklung der Wetterlage abgewartet hatten.
Beim Start am Parkplatz Altstadt an der Heinrich-Klein-Halle in Groß-Umstadt hatten sich wieder Wandergruppen mit 2 bis 6 Personen gebildet. Viele der Teilnehmer der Sportgemeinschaft wählten die rote, die 13 km lange Wanderstrecke. Angeboten wurden weitere 3 Wanderrouten ab 5 km auf gut markierten Wegen durch die Umstädter Weinlagen Herrnberg, Stachelberg und Steingerück.
Ziel der Wanderbegeisterten war es auch dieses Jahr wieder primär die Geselligkeit zu genießen, die körperliche Fitness zu trainieren und vor allem natürlich die angebotenen 15 Weine der Nachbargemeinde an den 6 Weinständen zu probieren.
Der erste, langgezogene Anstieg bei schönem, aber drückendem Wetter zum Weinstand Weber am Stachelberg war die anspruchsvollste Etappe. Sie war wieder schweißtreibend.
Die Wendelinuskapelle, die in den vergangenen Jahren der erste Stopp war, haben wir links liegen gelassen, da der dortige Weinstand nicht mehr angeboten wurde. Auf dem Weg zum Wingertshäuschen Weber hatten wir nach dem Morgenregen bei klarer Sicht einen tollen Blick auf den vorderen Odenwald, den Taunus und die Skyline von Frankfurt. Nach dem Erreichen und Probieren der kleinen Weinproben begann es zu tropfen; ein paar Minuten später regnete es stark und es blitzte und donnerte. Nachdem wir uns 15 min untergestellt hatten, entschieden sich die Wanderer für das Weitergehen mit Schirm und Wetterschutzkleidung bei einer angenehmen Temperatur. Der Regen tat der Stimmung keinen Abbruch. 30 min später war der Spuk vorbei und es schien wieder die Sonne. Der Regen sorgte für frische Luft und eine besondere Atmosphäre in der Natur. Die Natur hat schließlich bei jedem Wetter einen ganz speziellen Zauber.
Der Stand in der Weinberglage Steingerück mit dem zweiten Stand Anders & Brücke Ohl wurde erreicht nach dem ein unbefestigter Weg abwärts ins Raibacher Tal und anschließend bergauf an Obstwiesen vorbei gegangen worden war. Auf dem Weg wurden wir durch neugierige Pferde freundlich begrüßt. Wie an den meisten Ständen gab es ein herzliches Hallo, wenn man auf bekannte Mitstreiter der SG Sandbach traf. Der Weg führte anschließend weiter bergauf zur „Hohe Straße“.
Nach einem längeren Weg am Waldrand und mehreren Auf- und Abstiegen konnten wir uns eine Pause am Stachelberg-Stand Nr. 3 „Am Buschel“ gönnen. Trotz leicht bewölktem Himmel war für ein paar Minuten der Schatten unter dem Zelt bei allen Wanderern sehr willkommen. In der Ferne konnten wir jetzt die Feste Otzberg sehen. Dann ging es weiter auf dem oberen Panoramaweg entlang durch die Weinlage Herrenberg zum vierten Weinstand Schröbel. Das Wingertshäuschen Petermann war der letzte Weinstand bevor es bergab am alten Wasserwerk vorbei Richtung Gruberhof ging. Als wir bei Petermanns Stand in der neuen Gastro-Immobilie ankamen, war es sehr ruhig. Aber plötzlich kam Andreas Petermann mit seinem Akkordeon und sorgte für tolle Stimmung. Nach den vielen Weinproben auf der 13 km-langen Strecke kamen Wasser und Bier im Gruberhof gut an. Auch diese Jahr waren alle Teilnehmer am Ende wieder der Meinung, dass es eine tolle gemeinsame Aktivität war. Diese Aktivität sollte wiederholt werden.
